Praxis - Insekten und Pilze im Wald - Nützlinge - Waldameisen
 
 
Waldameisen

kleine Rote WanldameiseLeider wissen nur wenige Menschen, welche große Aufgabe dieses Insekt in der Lebensgemeinschaft des Waldes hat. Unermüdlich greifen die Ameisen viele Schädlinge an, töten sie und schleppen sie in ihr Nest. Dadurch verhindern diese kleinen fleißigen Räuber manche Schäden an den Bäumen, die vielfach bestandesbedrohende Ausmaße annehmen können. Wenn die Ameisen die Schädlinge kurz halten, verhindern sie damit auch die Belästigung der Waldbesucher durch abspinnende Raupen und niederrieselnden Insektenkot.

kleine Rote Wanldameise Den Nutzen, der nicht in Zahlen ausgedrückt werden kann, besonders den der Kleinen Roten Waldameise, haben die Forstleute schon seit Jahren erkannt und schützen sie deswegen mit zeltartigen Hauben vor ihren Feinden. Von diesen sind zunächst die Spechte, aber auch Haarund Federwild zu nennen, die die Ameisennester angehen, Arbeiterinnen und Brut fressen oder die Nester zerstören. Leider gehört aber, wie man immer wieder mit großem Bedauern erleben muß, auch der unvernünftige Mensch zu den Verderbern der Ameisen. Kinder beschädigen die Schutzvorrichtungen, bohren mit Stöcken in den Nestern herum und zerstören sie.

Unter den Erwachsenen gibt es Sammler, die die Ameisenpuppen als Vogel- und Fischfutter oder den sogenannten Ameisenspiritus gewinnen. Dadurch werden die Nester der Brut beraubt und ihr künftiges Wachsen und Gedeihen verhindert. Solche Taten sind nicht nur grober Unfug, sondern indirekt auch schädigende Einflüsse auf die Umwelt und nicht zuletzt Handlungen, die gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen und entsprechend geahndet werden können. Wer die Kleine Rote Waldameise schützt, dient damit wiederum dem Wald, der für die Gesunderhaltung der Natur so wichtig ist und als Ort der Erholung und Freude uns allen gehört.

Querschnitt eines Waldameisennestes

 


 

 

Übersicht

Schaderreger

Praxistipps