| Geschätzte
Anbaufläche
Deutschland 600 ha,
Frankreich 1.700 ha,
Österreich 130 ha
Verwendung
Sehr beliebtes Küchenkraut zur Beigabe zu Suppen, Salaten,
Kartoffeln, zum Garnieren etc.
Reich an Vitamin C und Carotin
und ätherischem Öl.
Boden
und Klima
Humose, mittelschwere und tiefgründige Standorte sind am besten
geeignet.
Petersilie hat zwar eine große ökologische Streubreite, bevorzugt
aber mittlere Temperaturlagen. Trockenheitsempfindlich. Fröste
bis -8° C werden von den Blättern überstanden, von den Wurzeln
auch tiefere Temperaturen.
Sortenbeispiele
Man unterscheidet zwischen glatten
und krausen Blatttypen: glatt - Einfache
Schnitt, Gigante d´Italia, Hamburger Schnitt
stark gekräuselt - Mooskrause 2 bzw. Hilmar,
Decora, Ferro, Clivi, Smaragd, Grüne Perle mittel
gekräuselt: Frison, Frisco
Düngung (kg/ha)
Stickstoff N |
Phosphat P2O5 |
Kali K2O |
Kalk (CaO) |
Organische Düngung |
| 50
Grund-düngung
+ 30-50 nach jedem Schnitt |
50 |
150 |
- |
Zur
Vorfrucht |
Relativ hoher Kalientzug durch Blätter und Stiele.
Anbau
Anbautermin |
TKM
in g |
Reihenweite
in cm |
Saattiefe
in cm |
Saatstärke
kg/ha |
Ab
März |
1-1,5 |
25-40 |
2,5-3 |
6-10 |
Ernteverfrühung durch Folienabdeckung oder mit
vorkultivierten Jungpflanzen. Aussaat ab Mitte Januar im warmen
Glashaus in 4 cm Erdpresstöpfen, 3-4 Samenkörner/Topf. 1 g
Saatgut ergibt ca. 200-300 Pflanzen. Auspflanzung 20-30 Töpfe/m²
ab Mitte März bis Mitte August. Bewässerung nach jedem Schnitt
mit gleichzeitiger Stickstoffdüngung empfehlenswert.
Unkrautregulierung
Wegen langsamer Keimung zu Beginn sehr konkurrenzschwach.
Es empfiehlt sich vor dem Anbau blind zu striegeln und den
Bestand mehrmals zu Hacken.
Krankheiten und Schädlinge
Bräunliche
Punkte durch Blattfleckenkrankheiten (Septoria), auf verschlämmten
Böden auch Phoma, Rhizoctonia und Sclerotinia. Gegen Septoria-Blattflecken,
ist
SCORE
(Freiland) genehmigt,
das gleichzeitig auch gegen Echten Mehltau wirksam ist. Bei
ungenügendem Fruchtwechsel treten Nematoden auf. An den Wurzeln
frisst die Möhrenfliege, die mit
KARATE ZEON
bekämpft werden kann.
Ernte und Ertrag
3-4 Ernten durch schneiden, pflücken oder mähen. Bei Frühanbau
sind erste Ernten ab Mitte Mai möglich. Für den Frischmarkt
werden die 15 -20 cm langen, äußeren Blätter gepflückt, gewaschen
und gebündelt. Sie können bei 1° C und hoher Luftfeuchtigkeit
gelagert werden. Die Blätter dürfen keine Missfärbung aufweisen,
aber einheitlich in grüner Färbung und Kräuselung und gesund
sein.
Es lassen sich Erträge von 50-100 dt/ha, bei intensiver Kulturführung
aber auch bis zu 200 dt/ha erzielen ( bei 4 Schnitten bis
750 dt/ha und Jahr). Für Verarbeitungsware wird mit Mähladern
oder Spinatvollerntern mit ausreichendem Abstand vom Boden
geerntet. Möglichst unkrautarme Bestände sind daher Bedingung.
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